Interview mit Janine Prediger

Janine Prediger

Hallo ihr Lieben,

ich heiße Janine Prediger, doch lasst euch von diesem frommen Namen nichts vormachen. Ich bin weder gläubig noch besonders moralisch, im Gegenteil: Ich habe ein Faible für Okkultes, Mystik und blutige Zweikämpfe und diese Themen greife ich auch gern in meinen Büchern auf, die ich seit 2014 im Selfpublishing veröffentliche.

Warum schreibst du?

Ich schreibe, weil es mir Freude bereitet, etwas aus meinen Gedanken zu erschaffen. All die Figuren, Kreaturen und Probleme einer fiktiven Welt zu erdenken und in spannenden Geschichten festzuhalten, gefällt mir. Es macht mir außerdem unglaublichen Spaß, mit meinen Protagonisten auf die Reise zu gehen und gewissermaßen deren Abenteuer selbst beim Schreiben zu erleben.

Dein Lieblingszitat.

„Was dich nicht umbringt, macht dich stärker“ oder auch „Wer nicht kämpft, kann nur verlieren.“

Was war dein schönstes Autoren-Erlebnis?

Generell würde ich sagen, dass die Fertigstellung meines ersten Romans „Der Dämon von Naruel“ ein unglaublich schönes und befriedigendes Erlebnis für mich war. Das eigene Buch nach so vielen Jahren Arbeit abgeschlossen zu haben und als Print in Händen halten zu können, war damals ein sehr bewegender Moment für mich.

Wenn du mit deinem ersten Buch neu anfangen könntest, was würdest du ändern?

Ganz klar: die Kommasetzung. Ich habe mit 13 angefangen, mein Debüt zu schreiben. Damals war meine Zeichensetzung grauenhaft. Auch nach mehrmaliger Überarbeitung des Textes einige Jahre und viel Übung später sind leider immer noch ein paar Fehlerchen im Text zurückgeblieben. Im Veröffentlichungsjahr 2014 war ich offen gestanden von den Komma-Regeln („Hier muss ein/kann ein/darf kein Komma stehen!“) höchst irritiert und habe lieber zu viele als zu wenige Kommata gesetzt.
Heute bin ich da zum Glück viel sicherer geworden und habe irgendwann die Logik hinter der Kommasetzung kapiert. Hoffe ich… Tatsächlich überarbeite ich mein erstes Buch auch aktuell hinsichtlich der Zeichensetzung für eine Neuauflage.

Wie nah an der Realität spielen deine Geschichten? Hast du kleine Szenen aus deinen Büchern selbst erlebt?

Da ich im Genre Fantasy schreibe, spielen die Geschichten folglich sehr weit entfernt von der Realität. Das heißt wiederum nicht, dass ich einzelne Szenen nicht selbst erlebt habe zumindest die Essenz davon. Ich nutze sogar sehr gern eigene Erfahrungen, um Empfindungen oder Szenerien authentisch beschreiben zu können.
Wie mag sich beispielsweise ein Speerstoß in den Unterleib anfühlen? Ich hatte nach einer OP mal eine offene Bauchwunde und da rührten die Ärzte gerne mit dem Schlauch für den Wundwasserabfluss drin rum. Das war unerträglich schmerzvoll, aber hat mir später beim Schreiben genutzt, den Schmerz einer Bauchwunde authentisch beschreiben zu können.
Auch bei Landschaftsbeschreibungen greife ich gelegentlich auf die Realität zurück und würze diese mit einer Prise Fantastik. Ich reise gern und versuche dort immer möglichst viele Eindrücke und Inspirationen zu bekommen. Oft merke ich dann erst beim Schreiben selbst, dass ich gerade eine Landschaft beschreibe, die ich schon einmal selbst durchwandert oder gesehen habe.
Ich nehme die Eindrücke aus der Realität gewissermaßen in mich auf, vermische sie mit Träumen, Vorstellungen und Ideen und gebe sie so mit meiner ganz besonderen Note in meinen Geschichten wider.

In welchen Genres schreibst du?

Wie schon erwähnt schreibe ich Fantasy. Vorzugsweise High-Fantasy, die in eigenen Welten spielt. Dabei enthalten meine Geschichten immer einen Touch Mystik. Auf eine spannende Handlung und authentische Figuren lege ich großen Wert. Gern darf sich auch mal in blutigen Auseinandersetzungen an die Gurgel gegangen werden. Ein paar gute Kämpfe sind in meinen Büchern immer zu finden. Vorsichtig ausgedrückt: Ich schreibe keine Glitzer-Blümchen Fantasy. Mein aktuelles Projekt geht sogar in die Richtung der klassischen Dark-Fantasy.
Lesen ist da nochmal eine ganz andere Sache. Ich lese ehrlichgesagt viel zu wenig für einen Autor. Vielleicht ein Buch in einem halben Jahr. Aber dann auch bitte richtige Fantasy-Wälzer: Das Lied von Eis und Feuer, Herr der Ringe, etc. Gerne auch mal einen guten Thriller oder ein interessantes Sachbuch. Für zwischendurch greife auch mal zu Mythen, Sagen, Legenden oder auch alten Märchen.

Hörst du Musik beim Schreiben?

Ja, aber nur Instrumental-Musik. Manchmal Klassik wie Bach, Beethoven oder Chopin, oft auch Meditationsmusik oder einen Epic-Music-Mix von YouTube. Kommt ganz auf die Stimmung an.

Auf welche Rezension über eines deiner Bücher bist du besonders stolz?

Ich finde es immer klasse, wenn Leser auf den Subtext des Buches eingehen und ich merke, dass sie den Kern und die Aussage der Geschichte verstanden haben. Natürlich möchte ich die Leser in erster Linie mit einer spannenden Handlung unterhalten, aber sehr schön finde ich es, wenn manche Leser auch hinter die Buchstaben blicken und die kleinen bedeutungsvollen Details, Stilmittel oder Andeutungen verstehen und deren Bedeutung für die Geschichte erkennen.
Eine meiner Leserinnen hat es richtig raus, in ihren Rezensionen herauszustellen, was mir beim Schreiben wichtig war und was ich persönlich auch als gelungen bezeichnen würde. Das ist die Lovelybooks-Userin Artemis_25. Ihre Rezension zu meinem Debüt-Roman hat mich absolut begeistert.

Wenn du am Tag nur Zeit hättest, um drei Blogs zu lesen, welche wären das?

Das wären Bookdemon, weil die Betreiberin Annabel auf ihrem Blog wirklich faszinierende und nicht alltägliche Bücher vorstellt. Sie hat mich sogar mal mit einer ihrer Rezensionen zu einem Buchkauf verleitet!
Bücherschmöker, weil dort neben Rezensionen auch oft sehr informative und nützliche Beiträge für Blogger und Autoren von der lieben Michelle gepostet werden.
Und Buchfeeling. Die Bloggerin Mona liest quer durch alle Genres und rezensiert fast täglich ein neues Buch. Da gibt es also immer was Neues!

Wo kann man dich finden?

Ja, bitte findet mich! Ich bin leider noch viel zu unbekannt in der Autorenwelt und suche händeringend nach neuen Lesern!
Auf Facebook teile ich immer meinen neuesten Schreibfortschritt oder informiere über Gewinnspiele, etc.
Auf Instagram poste ich Bilder von faszinierenden Landschaften, die mich inspirieren und die ihr vielleicht irgendwann auch in meinen Werken wiederfinden könnt.
Auf Lovelybooks findet ihr Leserunden und Rezensionen zu meinen Büchern und auf  meiner Amazon-Autorenseite könnt ihr die Übersicht meiner veröffentlichten Werke auf einen Blick sehen.
Das beste zum Schluss: Auf meiner Website könnt ihr euch kompakt über mich und meine Bücher informieren. Dort gibt es auch Verlinkungen zu anderen Interviews, Artikeln und Leseproben.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mal reinschaut.

Was möchtest du den Lesern meines Blogs sagen?

Ich hoffe, ich konnte euch einen interessanten Einblick über mich und meine Art zu schreiben geben. Wenn ihr euch selbst ein Bild von meinen Werken machen wollt, es gibt zu allen umfangreicheren Geschichten von mir eine kostenlose Leseprobe in den Buchshops oder zum direkten Download auf meiner Website. Einige kleinere Werke sind sogar komplett gratis. Für Blogger und interessierte Rezensenten verteile ich auch gern Rezensionsexemplare im eBook-Format. Schreibt mir bei Interesse einfach unter autor-janine-prediger@web.de. Ich freue mich immer über neue Leser!
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Lieben Dank an Janine für das Interview!

Ich habe mich sehr gefreut, dich interviewen zu dürfen.

Alles Liebe,
Sarah

2 Kommentare

  1. Danke für das tolle Interview. Ich habe dadurch eine neue Autorin kennengelernt. Muss gleich auf ihre Autorenseite gehen, damit ich ihre ganzen Werke sehen kann.

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