Interview mit Ruprecht Frieling

Hallo ihr Lieben,

ich bin Autor, Blogger und Journalist, lebe in Berlin und Palma de Mallorca und unterstütze junge Talente.

Warum schreibst du?

Schreiben ist ein entspannendes Hobby, bei dem Großes entstehen kann.
Ich schreibe seit frühester Jugend, weil ich im Schreiben das mir gemäße Ausdrucksmittel gefunden habe. Nach Ausbildungen zum Fotograf und Redakteur habe ich das große Glück, seit mehr als 40 Jahren vom Schreiben und Büchermachen leben zu können.

Dein Lieblingszitat.

»Folge deinem Stern«. Damit will ich sagen: Wer seinen persönlichen Stern findet und ihm folgt, wer fest an sich und seine Fähigkeiten glaubt und alles daran setzt, um den eigenen Traum zu leben, der findet mit etwas Glück Erfüllung – egal, wie kurvenreich sein Lebensweg auch verlaufen mag. Es geht ums Tun, nicht ums Siegen.
Alles, was ein Mensch leistet und gibt, kommt irgendwann vielfach zurück, und allein dieses Erlebnis kann berauschen und glücklich machen.
Der Dichter Christian Morgenstern ermuntert uns in diesem Sinne: »Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.«

Was war dein schönstes Autoren-Erlebnis?

Meine schönsten Erlebnisse haben mir Gymnasiasten verschafft, denen ich aus meinem Buch »Der Bücherprinz« über die wilden Zeiten der Hippies und Kommunarden, vorgelesen habe.
Sie konnten einfach nicht genug bekommen von den ihnen vollkommen unbekannten Zeiten, in denen Sex, Drogen und Rock`n`Roll regierten.

Wenn du mit deinem ersten Buch neu anfangen könntest, was würdest du ändern?

Meine ersten Buchmanuskripte waren ein hölzerner Krimi und ein plumper Science-Fiction-Roman, die ich nie publiziert habe, weil sie unfertig, handwerklich schlecht und unreif für den Veröffentlichungsprozess waren.
Ich glaube, es ist wichtig, nicht jeden Text gleich auf den Markt zu werfen, sondern ihn reifen zu lassen.

Wie nah an der Realität spielen deine Geschichten? Hast du kleine Szenen aus deinen Büchern selbst erlebt?

Als Sachbuchautor schöpfe ich eigentlich immer aus der Realität. Alles, was ich beschreibe, habe ich vorher auch getestet oder probiert.

In welchen Genres schreibst du?

Ich verfasse locker geschriebene Ratgeber, unkonventionelle Opern(ver)führer, spannende Biographien ungewöhnlicher Menschen sowie zeitkritische Kolumnen.

Für Bühnenauftritte biete ich derzeit drei Programme:

  1. »Wie der Beat in die Provinz kam« (Geschichten aus der Hippiezeit vor 50 Jahren mit Band-Begleitung),
  2. »Angriff der Killerkekse« (Lesungen von Kolumnen und Satiren),
  3. »Prinz Rupi erzählt den Ring« Unkonventionelle Erzählung sämtlicher vier Teile von »Der Ring des Nibelungen« nach dem Libretto von Richard Wagner mit Klavierbegleitung.

Hörst du Musik beim Schreiben?

Die Musik, die ich beim Schreiben höre, entspricht meist den Themen, über die ich gerade schreibe.
Beim Verfassen eines Opern(ver)führers ist es naturgemäß die entsprechende Oper. Bei Geschichten über die Hippiezeit passt Beatmusik wie die Faust aufs Auge. Ansonsten bin ich ein treuer Van-Morisson-Fan, der passt in seiner Vielseitigkeit eigentlich immer.

Auf welche Rezension über eines deiner Bücher bist du besonders stolz?

Unter den vielen hundert Rezensionen meiner Bücher hat mich Thomas Lawall besonders erfreut, der vor Jahren auf Querblatt.com über meine Lebensabschnittsgeschichte »Der Bücherprinz« schrieb:  Die herzerwärmende „Lebensabschnittsgeschichte“ eines Menschen, der sich einst mit einem Seesack voller Träume auf den Weg machte. Ein Mensch, der auszog, um sich selbst zu finden, der Neuland nicht nur betrat, sondern regelrecht erfunden hat und der trotz Höhenflügen samt Abstürzen immer auf dem Teppich geblieben ist. … Seine Reise und Entwicklung zum Verleger ist ebenso aufregend wie lebensnah und bodenständig be- und geschrieben. Wenn ich verstanden haben sollte, was er mit diesem Werk ausdrücken will, müssen wir alle im Grunde nur zwei Dinge tun – unseren Stern finden und ihm folgen. Und Frieling tut das mit einer Sprache, die aus purer Liebe zum Wort entstanden ist.

Wenn du am Tag nur Zeit hättest, um drei Blogs zu lesen, welche wären das?

Ich lese gern und viel, aber gehaltvolle Blogbeiträge, die mich wirklich interessieren, finde ich leider nur selten.
Informativ für Autoren finde ich Matthias Mattings Self-Publisher-Bibel, ein ausgezeichneter Wissenschafts-Blog ist der Zukunftsblog der ETH Zürich  und als Kunst-Blog goutiere ich Artlog aus New York.
Geht es speziell um Literatur, dann ist Lesestunden.de einen Besuch wert, der Kaffeehaussitzer ist vielfältig, aber leider etwas verkopft, und Frau Trallafitti gräbt manchmal kleine Schätze aus.

Wo kann man dich finden?

Heimathafen: https://RuprechtFrieling.de
Herausgeber: http://www.literaturzeitschrift.de
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Ruprecht_Frieling
Twitter: https://twitter.com/Prinz_Rupi
Facebook: https://www.facebook.com/frieling
YouTube: https://www.youtube.com/user/PrinzRupi
Google+: https://plus.google.com/u/0/+RuprechtFrieling
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wfrieling/
Pinterest: https://www.pinterest.de/frieling/
Tumblr: https://www.tumblr.com/blog/frieling
Instagram: https://www.instagram.com/prinz_rupi.official/
XING: https://www.xing.com/profile/WilhelmRuprecht_Frieling
Issuu: https://issuu.com/frieling
Bücher: https://www.amazon.de/Wilhelm-Ruprecht-Frieling/e/B001K1NI6G

Was möchtest du den Lesern meines Blogs sagen?

Leute, folgt Eurem Stern und vergesst niemals: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Der viel beschworene »Zeitgeist« zählt morgen zum Sperrmüll. Was heute modern sein will, wirkt übermorgen bereits mumifiziert, und es gibt keinen treuloseren Begleiter als den »Genossen Trend«.
Ich freue mich über jeden Leser, der offen und aufgeschlossen durch die Welt schlendert und nicht nur dem Mainstream folgt. Wer Lust hat, mit mir in Kontakt zu kommen, der ist herzlich eingeladen, meinen monatlichen Newsletter zu abonnieren: Newsletter

06.09.2018

Bei Rückfragen: frieling@aol.com

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Lieben Dank an Ruprecht für das Interview!

Ich habe mich sehr gefreut, dich interviewen zu dürfen.

Alles Liebe,
Sarah

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