Nachhaltigkeit & plastikfrei – wie fange ich an?

Hallo ihr Lieben,

schön, dass ihr euch für die Themen Nachhaltigkeit und die Reduzierung von Plastik interessiert!

Ich bin vor ein paar Monaten aus meinem Elternhaus raus und mit meinem Freund zusammen gezogen. Hier haben wir beide unsere Möbel und Co. zusammen geschmissen. Mein Freund hatte zum Beispiel schon das Bett und das Sofa und ich einen Wohnzimmer- und Kleiderschrank. Neu gekauft haben wir tatsächlich nur die Vorhänge! Den Esstisch mit Stühlen haben wir von Bekannten geschenkt bekommen, die Küche und das Bad waren schon drin, die Lampen und ein paar wenige Dekoartikel haben wir alle wirklich günstig gebraucht kaufen können.

Damit war mehr oder weniger unbewusst, der erste Schritt getan:
Lieber gebraucht kaufen oder etwas tauschen, als es neu kaufen. Hier sind (online) Flomärkte, eBay, Kleiderkreisel und Co., sehr gute Anlaufstellen. Das gilt natürlich auch für Küchenutensilien, Badsachen, Deko, Bücher und Kleidung. Vor allem Kleidung! Wusstet ihr, dass für die schnelllebige Mode viel zu viel produziert und demnach auch weggeschmissen wird?

Meine Tipps für all diejenigen, die mit einem nachhaltigeren Lebensstil starten möchten:

Küche

  1. Bereits verwendete Utensilien aus Plastik aufbrauchen, hier geht es zum Beispiel um Plastikbrotdosen, alternativ: Verschenken
  2. Wenn etwas Neues benötigt wird, auf nachhaltige Möglichkeiten umschwenken:
    Eine Brotdose aus Edelstahl, Aufbewahrungsdosen aus Glas, Löffel und Schieber aus Holz oder Edelstahl statt Plastik
  3. Leere Gläser (Marmelade-, Joghurt-, Kirsch-…) aufheben.
    Diese können zum Mitnehmen gut für (pflanzlichen) Joghurt, Suppen oder Kleinigkeiten genutzt werden. Daneben können sie natürlich wiederverwendet werden, beispielsweise für selbstgemachte Marmeladen, Apfelmus, (pflanzlichen) Joghurt und für den plastikfreien Einkauf im Unverpackt Laden.

Einkaufen

  1. Nimm (selbstgenähte) Beutel aus Baumwolle zum Einkaufen mit, egal ob Bäcker, Markt, Unverpackt Laden, Supermarkt oder Bekleidungsgeschäft.
  2. Wenn ihr im Unverpackt Laden einkaufen geht, sind hier auch leere Gläser und Flaschen gut zu gebrauchen.
  3. Regionales und saisonales Einkaufen ist wichtig, um weite Transportwege zu sparen.
  4. Wenn ihr Käse und Fleisch esst, nehmt leere Frischhaltedosen mit in den Supermarkt oder zum Markt. In der Regel werden diese an allen Käse-, Wurst- und Fleischtheken angenommen. Damit werden Plastik und Papiertüten gespart.
  5. Nehmt Körbe und Taschen mit zum Einkauf, um weder auf Plastik- noch auf Papiertüten angewiesen zu sein. Papiertüten sind nämlich genauso schlecht wie die aus Plastik. Ich habe in jeder Handtasche einen Baumwollbeutel, damit ich auch bei spontanen Einkäufen gut gerüstet bin.

Badezimmer

  1. Nutze kompostierbare Zahnbürsten aus Bambus, gibt’s mittlerweile überall.
  2. Festes Shampoo und Haarseife bekommt ihr zum Beispiel bei Sauberkunst. Hier ist es wichtig, die Seife vorher gut zu befeuchten oder in Wasser einzulegen und dann mit dem Schaum die Haare gut einzuschäumen und noch besser auszuwaschen.
  3. Toilettenbürste aus langlebigem Plastik, da gibt es welche, die man nie ersetzt, oder eine aus Holz und Borsten verwenden.
  4. 100% recyceltes Toilettenpapier und Taschentücher, am besten natürlich aus dem Unverpackt Laden ohne Plastikverpackung drum herum.
  5. Taschentücher aus Stoff
  6. Waschbare Stoffbinden oder eine Mensturationstasse, zum Beispiel von ALMO

Ich hoffe, diese Starter-Tipps gefallen euch und ihr könnt damit einfach schon mal anfangen. Jeder noch so kleine Schritt zählt!

Habt ihr schon angefangen, eure Plastikartikel auszutauschen? Was sind eure Tipps für Anfänger?

Liebe Grüße
Sarah

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